Familienförderung jetzt

Juni 2021 – Die Mütterzentren und Familienzentren im Land fordern eine Strategie des vernetzten Denkens statt Parallelstrukturen

Die im Koalitionsvertrag angekündigte Familienförderstrategie des Landes muss zügig angegangen und umgesetzt werden. Wie der Landesfamilienrat ruft auch das Mütterforum Baden-Württemberg die Landesregierung dazu auf, hier schnell tätig zu werden. Angesichts der aktuellen Belastungen für Familien darf es dabei keinen Haushaltsvorbehalt geben.

Das Mütterforum als Landesverband der unabhängigen Mütterzentren und Familienzentren (MFZ) begrüßt die Bewertung und Absprachen zum Thema „Soziales und Teilhabe“. „Es freut uns, dass die Koalitionspartner unsere Auffassung teilen, dass Bildung, Familienbildung und Bindung zusammen gedacht werden müssen“, erklärt Vorständin Karin Paulsen-Zenke.

Die MFZ stehen für offene Angebote mit niederschwelliger Vernetzung und Beratung und bieten Familien im Alltag Entlastung und Unterstützung. Durch engen Kontakt zu den Familien und langfristigen Beziehungsaufbau sind sie in den Kommunen ein wesentliches Glied in den Präventionsketten zur Unterstützung der Familien. Seit kurzem können vielerorts Angebote der Familienbildung wie das Babycafé mit Gästen und offene Treffs für Familien wieder in Präsenz stattfinden.

„Dass die Koalition die Familienbildung als zentrales Instrument der allgemeinen Familienförderung stärken und das STÄRKE-Programm weiterführen möchte, ist aus unserer Sicht der richtige Ansatz“, betont Paulsen-Zenke. „Dass aber Familienzentren nur in Verbindung mit Kindertagesstätten gesehen werden, ist jedoch sehr kurz gedacht.“

Familienzentren in ihrer Vielfalt fördern

Das Mütterforum fordert eine echte Förderung von Familienzentren, die losgelöst von Kitas für alle Familienzentren greift, bestehende örtliche Strukturen zwingend berücksichtigt und hierbei Kooperationen der Akteure im Sozialraum einfordert. Dabei dürfen gerade seit Jahrzehnten bestehende Mütter- und Familienzentren nicht länger außen vor bleiben. „Denn auch für freie Träger und die mit einem hohen Maß an freiwilligem Engagement geführten Zentren braucht es eine nachhaltige Perspektive“, so Paulsen-Zenke. In die Gestaltung des Familienlandes Baden-Württemberg bringen die Mütter- und Familienzentren gerne ihre Expertise und jahrzehntelangen Erfahrungen in der Arbeit mit Familien vor Ort ein.

Zur vollständigen Pressemitteilung des Mütterforums als pdf

Pressemitteilung: Familienförderung jetzt